Alexander A. Gronau 
 
Die Weiße Göttin Huldr
 

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Der Schriftsteller Alexander

A. _Gronau bringt den Deutschen ihre Göttin zurück_!

__Dem Autor Gronau ist eine Sensation gelungen! Sein Buch legt den Deutschen auf hunderten Seiten die eigene Göttin dar, die der Klerus jahrhundertelang bekämpfte und erst in der Neuzeit durch die Inquisition hat aus dem Bewußtsein der Menschen tilgen können. Doch jetzt kehrt sie wieder!
__Die Lektüre des Buches "Die Weiße Göttin Huldr" bringt dem Leser inmitten des Globalisierungswahns die verlorene Identität zurück!" Frey-Magazin


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Aus dem Sachbuchteil des Werkes:

Das historische Bild zeigt die Weiße Göttin in der Epoche des christlichen Mittelalters auf einem ihrer Frühjahrsumzüge durch Franken! Es stellt eines von etlichen Indizien dar, die belegen, daß das sogenannte Heidentum - also die indigene Religion Europas - nie gänzlich verschwunden ist, was im Gegensatz zur klerusfreundlichen Geschichtsschreibung steht, die dererlei Fakten aus ideologischen Gründen untergräbt. Die Gestik der durch die Dörfer reitenden Göttin ist schön herausgearbeitet, sie segnet die Kinder und reicht Gaben dar.

Der Rocken an ihrer Seite weist deutlich auf das wohl wichtigste Göttinnenattribut unseres germanisch-keltischen Kulturraums hin, nämlich auf das Wirken des Lebenfadens. Die Weiße Göttin webt als Personifizierung der Erde jedem Lebewesen die entscheidende Faser des Seins. Es erinnert frappierend an die DNS-Helix in jedem Wesen, ja jeder Zelle, was der Biologie noch gar nicht allzulange bekannt ist. Es ist nur einer von vielen faszinierend metaphysischen Inhalten der uns vergessengemachten germanischen Welterfahrung.

Die Weiße Göttin, die in weiten Teilen Deutschlands Holle oder Holda, in Süddeutschland Perchta oder Berta, in Skandinavien Huldr und Hel genannt wird, wendet sich auf ihren Umzügen insbesondere den Kindern (Weihnachten ist daher das Fest des Kindes) und den Ausgestoßenen der christlichen Gesellschaft zu: den Bettlern, Armen, Spielleuten sowie Gauklern. Im Hintergrund rechts hat sogar der Pfarrer der germanischen Göttin zu huldigen. Dahinter steht die geschichtliche Tatsache, daß die Kirche sich auf dem Land den germanischen und keltischen Göttern und Bräuchen lange beugen mußte, letztlich bis zur Schreckenszeit der unheiligen Inquisition, die an den sogenannten Hexen als den Priesterinnen (Heilerinnen und Hebammen) der germanischen und keltischen Religion gezielt die massenhafte Menschenvernichtung alter Wissensträger verbrach.

Der Klerus begann im Verlauf des Mittelalters zu verbreiten, bei der Weißen Göttin Perchta (was die prächtig Glänzende heißt) handele es sich um eine wohltätige Königin namens Berta. Die Kirche wollte durch diese Umdeutung das Wissen um die einheimische Göttin vernichten. Die wahre Göttinnenidentität verrät sich auf dem historischen Bild aus dem 19. Jahrhundert neben den zeremoniellen Formen und altgermanischen Festtagen der Umzüge allein schon am Rocken. Diesen wußten ländliche Beschauer sicherlich sehr lange zu deuten, schließlich galt er als eine Gabe der huldvollen Göttin und wird zudem mit der Allmuttergöttin Frigga in Verbindung gebracht. Eine heilige Frau, die in der Tradition der indigenen Religion stand, stellt in den Mysterienspielen der segnenden Umfahrten die Weiße Göttin dar; sie kam sicherlich aus den Dörfern, die meist nur oberflächlich zwangschristianisiert waren und in denen die Menschen weiterhin Praktiken des germanisch-keltischen Polytheismus praktizierten. Das vorherige Kapitel legte dar, daß die Spinnstuben der ländlichen Frauen bis in die Neuzeit hinein Stätten der Einweihung in die Mythen der einheimischen germanischen Göttin blieben. Das Christentum war äußerst lange nur in den römisch-katholisch orientierten Herrscherschichten verankert und dem Volk aufgezwungen...

Die germanischen Nornen, die jedem Wesen und der Welt die Schicksalsfäden einspinnen, sind die Töchter der weißgewandeten Erd- und Himmelsgöttin, der Lichtgott Balder ist ihr Sohn, dessen jährliche Wiedergeburt aus ihrem Schoß an Weihnachten gefeiert wird. Was das Spinnrad der Göttin und das Wagenrad der heiligen Götter-Umzüge mit dem Jahreszeiten bewirkenden Sonnenrad des Gottes Tyr, also mit der Sonne, zu tun hat, ist Gegenstand der nächsten Betrachtung.
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Aus dem Sagen- und Geschichtenzyklus des Werkes:




DIE BRUNNEN DER WEIßEN GÖTTIN

1. Der heilige Taufbrunnen der Weißen Göttin

Auch unterhalb des Pferchhofes bei Neuhof stand einst ein Brunnen, dessen Wasser besondere Kräfte innewohnten. Eines Sonntagmorgens soll sich ein Bauer zu diesem Brunnen begeben haben, um sich daraus etwas für die Nottaufe seines neugeborenen Kindes zu schöpfen, das zu schwach aus dem Leib seiner Mutter niedergekommen war und dessen Versterben daher alle im Dorf kummervoll befürchteten. Aber wie erschrak er, als er von einiger Entfernung bereits auf dem Brunnenrand eine überaus schöne Frau in weißen Kleidern sitzen sah. Hinter ihr schwamm auf der Wasseroberfläche des uralten Brunnens ein kleines Kind, das reglos blieb aber dennoch nicht unterging. Schon wollte er verwirrt davonlaufen, da die Leute seines Dorfes seit mehreren Generationen von den Pfarrern der umliegenden Kirchen unter zürnenden Androhungen grausamer Strafen dem Wissen ihrer Vorfahren entfremdet worden waren, als die Frau mit dem lichten Äußeren ihn freundlich ansprach.

Und ihre Stimme klang so machtvoll zart zu ihm, daß er sein Inneres von ihr heilsam durchglimmt fand: „Nimm dieses Kind. Es ist auf die alte Weise Deiner Ahnen von den Wissenden der Welt getauft. Fülle den Krug, den Du in Deinen Händen führst, mit dem Wasser meines Brunnens auf und taufe Dein eigenes Kind damit, welches an der warmen Brust Deiner Frau so reglos liegt, daß nur seine Mutter auf ihrer weichen Haut - und ich selbst! - noch seinen Atemhauch spüre. Wenn Du dies tust, so wird es vom Wasser und der darin wohnenden Kraft der Belebung genesen!“ Wie in einem heiligen Schock erkannte er die weiß gekleidete Frau, deren lichtes Wesen ihre Gestalt wie ein feiner Nebel umwallte, in dem Licht gleißt, als die Göttin aller Großeltern der Dorfleute; ihnen war von den Pfarrern unter Androhung der Todesstrafe allein schon die Nennung des Namens der Göttin der Erde verboten worden. Kaum wagte er sich an der Huldvollen vorbei, die ihm keine Geste der Unterwürfigkeit abverlangte, anders als die Pfarrer in den Kirchen für ihre Heiligenbilder.

Mit lau gewordenen Armen holte der Bauer das ihm fremde Kind aus dem Brunnenwasser und hielt es in seiner Armbeuge so zärtlich, wie er zuvor noch nichts anderes berührt hatte. Daraufhin füllte er mit all seiner Aufmerksamkeit den Taufkrug. Als er sich sodann wieder der wundersamen Erscheinung der Weißen Göttin zuwenden wollte, war die Stelle am steinigen Brunnenrand, wo sie sich befunden hatte, verlassen. Er spürte ein schmerzvolles Bedauern in seiner Brust, da ein weiterer Blick auf sie ihn ungleich mehr gestärkt hätte. So eilte er mit dem fremden Kind und dem Krug zu seiner Hütte darin seine Frau mit einer Hebamme und seiner Familie auf ihn warteten.

Deren einzige Hoffnung bestand darin, daß er rechtzeitig vor dem drohenden Tod des Neugeborenen zu ihnen zurückkäme. Die Pein, daß dies zarte Leben - so schmerzvoll von seiner erschöpft im Bett niederliegenden Mutter geborenen - wieder aus ihrer Mitte fortgerissen würde, machte alle im Raum stumm und beinahe bewegungslos. Doch er trat mit einem Ausdruck in die Tür, die alle erstaunte ohne es benennen zu können. Er taufte mit behenden Handgriffen das Neugeborene mit dem Wasser des Brunnens der Weißen Göttin, und was niemand für möglich hielt geschah: das Kind wurde augenblicklich gestärkt und gesundete. Der Bauer und seine Familie, der er alles Huldvolle erregt erzählte, nahmen das fremde Kind bei sich auf. Damit war das Glück, das in sein Haus kam, vollkommen. Weder Krankheit noch Not suchten seine Frau, seine Kinder und ihn je heim.

Alle im Dorf hielten über das Ereignis Stillschweigen gegenüber den Pfarrern in ihren Steinhäusern, die diese Kirchen nannten und von fremden Heiligen bewohnt wähnten, und dankten der huldvollen Göttin im Geheimen oft an ihrem Brunnen. Auch baten an dieser geweihten Stätte viele Kranke erfolgreich um Hilfe. Wenn dies einmal ein Kirchenmann mitbekam, so sagten die Belauschten ihm, sie ehrten die Liebe Frau; die Pfarrer glaubten sodann, sie meinten damit Maria, obgleich jene Bezeichnung seit ehedem der Weißen Göttin oblag

Die mündliche Überlieferung wurde von Alexander A. Gronau literarisch bearbeitet.


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Die Erzählung "Die Weiße Göttin" von Alexander A. Gronau
Von historischen Quellen inspiriert, was im Buch detailreich erläutert wird

Das Bild links zeigt eine Heilerin in Personifizierung der Weißen Göttin Huldr, die helfend über die Dörfer zieht.
Das Bild rechts thematisiert, was meistenteils ignoriert wird: Die Landbevölkerung begrub ihre Verstorbenen häufig getreu der alten, sogenannten heidnischen Religion in Baumstämmen, das Christentum war aufgezwungen und blieb lange Zeit die Religion der Herrscherschichten, also des Klerus und des Adels. In der eigentlichen, zu Leibeigenen gemachten Bevölkerung war es in weiten Teilen nur oberflächlich angenommen, was ein Grund für die Jahrhunderte später von der Kirche bestialisch betriebenen Inquisition war. Insofern leitet dieser Hinweis gut zum Inhalt meiner Leseprobe über, die von mir nach überlieferten Quellen verfaßt wurde. In der Gegend des Oberdorla-Sees in Thüringen, der mythologisch ins Reich der Erd- und Himmelsgöttin Huldr (Holle) führt, wurde von der Kirche im 11. Jahrhundert massiv nachmissioniert, da die Menschen immer wieder zu ihren eigenen Göttern zurückkehrten, besonders groß war die Verehrung jener germanischen Göttin, der mein Buch gewidmet ist.


Erste Szene der Erzählung "Die Weiße Göttin" von Alexander A. Gronau


Nach der ihnen auferlegten Pflicht standen die dürftig gekleideten Menschen des Dorfes in der unbeheizten Kirche. Ihre abgemagerten Gesichter waren nach dem erhöhten Altar ausgerichtet, auf dem sich der Pfarrer im reich verzierten Gewand mit dem Rücken zu ihnen befand und in einer unverständigen Sprache predigte, die nach den harschen Worten des tonsurtragenden Mannes die Sprache des Einzigen Gottes war, die sie nicht begreifen könnten, da sie sich nach seiner Anschauung, die er ihnen oft entgegenbrüllte, als halbe Heidenkinder dessen Liebe noch zu verdienen hätten, was für sie ein weiter, beschwerlicher Weg sei.

Wehmütig waren während jeder Predigt die frierenden Blicke, denn schweigend war die Erinnerung an liebliche Zeiten in ihnen lebendig, als die Huldvoll Weiße Göttin unter ihnen weilte, zu deren licht-tiefen Reich viele Tore hinführen; das ihren eigenen Wohnstätten am nähersten liegende war der zum Teich versumpfende Oberdorlasee. Macher ihrer Vorfahren soll ihn als Gerufener der Huldr beschritten haben. Alle, da sie fröstelnd in der Kirche dem Ende der Predigt aus fremdartig sie umklingenden Worten harrten, wußten den Grund ihres Dorfes seit Menschengedenken bewohnt. Frieden hatte bei ihnen unter den Geschlechtern einst bestanden, die Felder waren von der Göttin stets fruchtbar gehalten worden, keiner verhungerte unter Frondiensten, denn keiner war der Leibeigene eines Feudalherren gewesen. So lauteten die allmählich zu Sagen werdenden Erinnerungen, die sie untereinander insgeheim in feuriger Sehnsucht weitergaben.

Ihr Atem wallte wahrnehmbar durch die Kälte der Kirche, während sie ihre Gedanken zwischen den klerikalen Mauern unentwegt unsichtbar halten mußten. Erst vergangenes Jahr waren die letzten Menschen, die es gewagt hatten an den altüberlieferten Festtagen am Teich der Huldvollen zu beten und hingebungsvoll Riten vollzogen, ergriffen und nach dem Willen des Papstes aus dem fernen Rom zum Tode verurteilt worden. Jeder im Dorf hatte unter den öffentlich Hingerichteten Angehörige zu betrauern, die zu Schandworten des Tonsurträgers in einer Massengrube verschüttet wurden; keine Blumen hatten sie ihren Lieben zum Trost darreichen dürfen, deren Seelen durch einen gewaltsamen Tod auf das Heftigste entsetzt worden waren.

Es war ihnen auf das eindringlichste wehmutsvoll bewußt, daß sie sich inmitten dieser Kirche auf dem vereinnahmten Platz des vor mehreren Menschenleben niedergebrannten Tempels ihrer geliebten Göttin Huldr höchstselbst befanden. Es schmerzte ohne Linderung; doch manch einer nutze diesen Umstand, um heimlich während der unverständlichen Litaneien des Pfarrers zur Huldvollen Göttin, die viele die Liebe Frau nannten, Bitten und Gebete in die kalte Luft zu hauchen; so leise, daß sie kaum Laut gaben, kaum verräterisch die Lippen bewegten. So auch an diesem Sonntag, dem letzten vor Beginn der Rauhnächte, die seit altersher ihrer Göttin zugehörig waren. Unter dem von steinernen Säulen gestützten Dach bemerkte der Pfarrer auch dieses Mal all die Gebete an die verbotene Weiße Göttin nicht. Denn er verblieb die gesamte Predigt über unverrückt mit dem Rücken zu denen, die er verachtete und zugleich für seinen Herren zu erretten trachtete, indem er in ihnen den Heiden abtöten wollte ohne den Menschen zu morden. In den Holzreihen hinter ihm standen sie fröstelnd und geräuschlos atmend, erstarrt vor Furcht. Was er nicht erfassen konnte, waren all die Gesichte an eine freie Zeit, die in diesen Menschen lebendig walteten und sie sehnsuchtsvoll bestimmten.


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"Die Weiße Göttin Huldr - Mythisches Sachbuch"

Sachbuch über die vom Klerus verbotene und bekämpfte Göttin unseres Kulturraums
von Alexander A. Gronau; erweiterte 3. Auflage mit einer zweiseitigen Bildtafel
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