Rezensionen zur Bibliothek Nemeton von Alexander A. Gronau
Ungewöhnlich in jeder Beziehung ist die Bibliothek Nemeton, eine Reihe
"Visionärer Literatur" des Nürnberger Schriftstellers Alexander A. Gronau, von
der jedes einzelne Exemplar von Hand gefertigt wird. Hermann Urbanek in BookView


* * * REZENSIONEN ZU DEN WERKEN * * * AUTORENPORTRAITS IN DER PRESSE * * *


FREY Literatur-Magazin: "Ein Dichter von ganz eigener Genialität steht mutig außerhalb des gängigen Literaturbetriebes. Alexander A. Gronau wurde von uns daher zum "Autor des Jahres" gewählt."

Alexander A. Gronaus Poetik zeichnet sich durch enorme Kreativität und eine so in der Prosa noch nicht dagewesene Spracheleganz aus. Es vermag die Vorstellungskraft des Lesers regelrecht zu entgrenzen. In unserer Zeit fortschreitender geistiger Verflachung verfügt Gronau über eine edle Gesinnung jenseits üblicher politischer Korrektheit, die Probleme nicht mehr benennt. Es kündet von einer enormen Stärke und künstlerischer Reife. Dabei kann Gronau als der erste Schriftsteller bezeichnet werden, der vollständig aus den römisch-christlichen Prägungen der letzten 1.000 Jahre unserer Westlichen Kultur heraustritt, um ihre Fehlentwicklungen als Ursache vieler heutiger Verwerfungen aufzuzeigen. Der Leser bekommt Geschichten geboten, wie er sie woanders noch nicht erlebt hat. Gronau eröffnet vollständig ungeahnte Horizonte.

Um sich in einem Land verstohlener Marktzensur seine kreative Freiheit zu erkämpfen, geht Gronau den engagierten Weg der Begründung einer eigenen Buchmanufaktur. Diese Autarkheit eines Dichters und Romanciers ist unseres Wissens nach sogar weltweit einzigartig.

Seine utopische Literatur verschlägt jedem, der noch Geist besitzt, den Atem. Sie vermag auf das Tiefste zu berühren. Und sie befreit das Denken des heutigen Menschen, das ein festgefahrenes ist. In immer gleichen, zu kurz greifenden Reflexen ist der heutige Mensch nicht imstande, die von ihm selbst hervorgebrachten, unseren Planeten bedrohenden Probleme zu lösen. Gronau durchbricht diese Konditionierungen. Er enttarnt als großer Dichter den begangenen Bruch unserer Zivilisation zwischen Natur und Kultur als Irrweg. Er legt damit das größte unausgesprochene Tabu unserer Gesellschaft offen. Hierbei hilft es ihm sicherlich, daß er ein Experte des indigenen Europas ist und längere Zeit bei den Dakota-Indianern lebte.

In einem hochpoetischen Akt erfindet Gronau wie nebenbei das Genre der Phantastik neu. In der von ihm begründeten Visionären Literatur läßt er aus der Innenwelt des Menschen und der äußerlichen Realität eine Dritte Wirklichkeit entstehen; diese stellt sich dem Leser als die Eigentliche dar. Es entstehen daraus Geschichten, die seelisch enorm entflammen können und die eine dichterische Sprachvirtuosität auszeichnet mit der im Deutschen kaum zuvor Romane verfaßt wurden. Mit "Der letzte Dichter in der Stadt ergrauter Schattierung" hat er den lang ersehnten Roman verfaßt, der unsere komplexe Zeit literarisch bannt. Zudem zeichnet viele Werke Gronaus aus, daß sie unsere alteuropäischen Mythen - wie die der Kelten und Germanen - von ihren jahrhundertelang weitergegebenen Dämonisierungen freilegt, die im Zuge der Zwangschristianisierung Europas vom Klerus begangen wurden. Gronau kann uns damit als erster Dichter überhaupt von deren wahren Bedeutungsebenen erzählen. Über ein sinnhaftes Weltverständnis weist es den Leser auf eine nicht mehr gekannte Ganzheit hin, die kollektiv verdrängt wurde.

Alexander A. Gronau ist als ein vom Literaturbetrieb bisher weitgehend totgeschwiegenes Genie zu bezeichnen. Er stellt unserer Ansicht nach die wichtigste neuere Stimme der gegenwärtigen Deutschen Literatur dar. Denn Bekanntheit geht mit Qualität nicht Hand in Hand. Mit seiner Poetik hat Gronau eine eigene Literaturgattung geschaffen, was nur von sehr wenigen Schriftstellern gesagt werden kann. Es bleibt abzuwarten, wie lange es dauert, bis die Leser all die seichten Plastikbücher beiseitelegen, mit denen die Großverlage die Buchläden förmlich zupflastern und den mutig außerhalb des gängigen Literaturbetriebes stehenden Gronau als den furiosesten deutschsprachigen Schriftsteller unserer Zeit entdecken.


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Nürnberger Nachrichten zur phantastischen Novelle "Masken der Macht"

Faszinierend vielschichtige Erzählung

"Masken der Macht" heißt der Lesestoff, der es in sich hat. In vierzehn zyklisch aufeinander aufbauenden Episoden nähert sich Alexander A. Gronau auf sehr poetische Weise dem Wesen einer gnadenlosen Gesellschaftsordnung, die das Schwache als Überlebensstrategie zur Maskerade zwingt. Angesiedelt in der Atmosphäre eines verfallenden Adelsitzes wird der phantastische Stoff entwickelt. Faszinierend ist der Aufbau der vielschichtigen Erzählung. Unwillkürlich wird der Leser in ein Labyrinth gelockt, aus dem ihn nur der Autor wieder herausführen kann. Das gelingt dem jungen Nürnberger mit beachtlichem Überblick...Statt auf Distanz gehalten zu werden, verstrickt sich der Leser unversehens im unaufdringlich geknüpften Beziehungsnetz... In der Symbolkraft der Ereignisse, ihrem metaphorischen Gehalt verschwimmen die verschiedenen Realitätsebenen. Die Illustrationen von Daniel Castagnaro fügen sich durchaus reizvoll in die Gesamtanlage ein. di


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Buch-Welt über "Der erste Zweig des Mabinogi - Pwyll Häuptling von Annwvyn"


Reichhaltiges Epos - Keltische Nacherzählung von Alexander A. Gronau

"Alexander A. Gronau erzählt den Ersten Zweig des Mabinogi in einer magischen Sprache voll Mystik und Geheimnis neu. Er hebt dabei die religiös-keltische Ebene sichtbar aus den höfischen Quellen heraus. Aus dem kurzen Originaltext läßt er so ein reichhaltiges Epos entstehen, das uns in die mystische Welt der Kelten entführt.

Es gelingt ihm den möglichen Eindruck des ursprünglichen Mabinogi in uns leuchtend wachzurufen. Jedes Buch ist von Hand gefertigt, mit einer Landkarte auf Pergamentpapier und einem Laubblatt versehen sowie vom Autor signiert."

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Phantastik-News "Der erste Zweig des Mabinogi - Pwyll Häuptling von Annwvyn"

Aufregende Entdeckung - Alexander A. Gronau nähert sich dem Original näher an als jeder andere Autor zuvor

Der erste Zweig des Mabinogiist eine wundervolle Nacherzählung der keltischen Sage um den Häuptling Pwyll. Die Handlung spielt vor der Christianisierung Großbritanniens und deckt die Mythen einer naturverbundenen Gesellschaft neu auf.

Pwyll begegnet eines Tages im Wald dem Gott Arawn aus der Unterwelt. Dieses erste Treffen mit dem andersweltlichen Arawn fängt für Pwyll mit einem Missverständnis an, aber Ehrlichkeit und der gegenseitliche Respekt lassen die beiden zu Verbündeten werden. Pwyll heiratet die elbische Schimmelreiterin Rhiannon, doch diese Vermählung trifft bei den anderen keltischen Fürsten nicht nur auf Zustimmung. Sie missachten Pwylls Wünsche und reden dessen Frau schlecht. Die Uneinigkeit der Fürsten Cymmberlands (Wales) droht zu einer Katastrophe zu werden. Obwohl Rhiannon mit ihrer Anwesenheit dem Land Wohlstand gibt, allen Menschen wohlgesinnt ist und Pwyll einen Erben schenkt, wollen manche Fürsten, dass sie verstoßen wird. Erst nach Intrigen und der Tragödie um Pwylls und Rhiannons verschwundenes Kind, gelingt es, die verräterischen Fürsten zur Einsicht zu bewegen.

Die keltische Mythologie „Die vier Zweige des Mabinogi“ wurde im 14. Jahrhundert niedergeschrieben und beruht auf noch älteren Quellen. Mit der Nacherzählung und Neuschöpfung des ersten Teils um den Häuptling von Annwvyn (der Unterwelt), steht Alexander A. Gronau in einer langen Tradition der Dichter. Beispielsweise erschienen „Die vier Zweige des Mabinogi“ als moderne Übersetzung in der Hobbit-Presse des Klett-Cotta Verlags, nacherzählt von Evangeline Walton. Gronaus Konzentration auf den mythisch-keltischen Ursprung des Mabinogi lässt seine Erzählung zu einer aufregenden Entdeckung werden und er nähert sich damit dem Original vielleicht stärker an als andere Autoren in den Jahrhunderten zuvor.

Zwischen der Welt der Menschen Cymmberlands und der Natur, wie auch der Anderswelt, besteht im Mabinogi eine enge Verbindung. Beide sind aufeinander angewiesen. Dieser Vertrag muss aber regelmäßig erneuert werden, was durch die Vermählung Pwylls und Rhiannons geschieht. Der Gott Arawn oder die Elben sind bestens als Bestandteil der keltischen und germanischen Weltbilder dargestellt und nicht als jene trivialen Rollenspielfiguren heutiger Fantasy. Gleichzeitig steht Cymmberland vor einer schweren Prüfung. Der Widerstand einzelner Fürsten ist nicht nur eine Meinungsverschiedenheit, es ist auch der Einbruch einer neuen Weltsicht, die die althergebrachte Ordnung zu zerstören versucht. In TolkiensHerr der Ringe“ macht sich diese Entwicklung ebenfalls bemerkbar, als die Menschen die Elben, Ents und andere Völker mehr für Legenden als reale Wesen Mittelerdes betrachten, so dass der Einklang mit der Natur zurückgeht. (Wenn aber das „MabinogiGronaus mit Tolkiens Werken verglichen wird, dann vor allem mit dem Epos „Silmarillion“) Und wenn Gronau die Familienwerte und den Respekt der Menschen zueinander darstellt, dann fällt auf, dass der soziale Zusammenhalt in der heutigen Gesellschaft sehr zu wünschen übrig lässt. In weiteren Abschnitten wird mehr über das Leben Pwylls berichtet. Und so entsteht ein schönes Epos über eine der alten europäischen Kulturen.

Bleibt noch zu sagen, dass „Der erste Zweig des Mabinogi“ in einem sehr aufwändigen bibliophilen Band erscheint. Ein sachkundiges Nachwort erleichtert zudem das Verständnis der Geschichte um eine der alten walisischen Sagen. In Eigenfertigung erstellt Alexander A. Gronau seine Werke, so dass der Preis entsprechend hoch erscheinen mag. Gerade bibliophile Menschen sollten sich angesprochen fühlen, denn als Leser bekommt man viel mehr als bloße Unterhaltung... Eine Karte und auch ein eingeklebtes Laubblatt machen „Der erste Zweig des Mabinogi“ zu einer kleinen Kostbarkeit, immerhin gibt es wenige Dichter, die ihre Werke im Eigenverlag fertigen. Und Alexander A. Gronau ist ein moderner Dichter, der mit Gespür und Kenntnis der Vergangenheit, Epen neu auferstehen lassen kann. Insofern ist es durchaus wünschenswert, wenn die anderen Teile des „Mabinogi“ ebenfalls von Gronau neu erzählt werden. -Ulrich Blode


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Fantasia - Magazin für Phantastik, (Ausgabe 210/211); Einzigartig vielschichtiger Roman

"Der Weltenring oder Die Suche nach dem grünen Land"

Alexander A. Gronau hat einen einzigartig vielschichtigen Roman und zugleich einen Mythos für unsere Zeit geschaffen. Damit realisiert er einen ganz eigenen literarischen Ansatz, der ihn dazu brachte, für sich das Genre Visionäre Literatur auszurufen. Und das mit Recht!

Gronau gelingt es auf das Beeindruckendste unsere Wirklichkeit zu remythologisieren. Im Motiv des Weltenringes, der den Grund der gesamten Erde durchzieht, und von dem die blinde Technisierung unseres Lebens ausgeht, ist ein geradezu visionäres inneres Bild für den Zustand unserer Gegenwart, die einer sinnentleerten Technik als Selbstzweck und zur Ablenkung vom eigenen Selbst zustrebt. Der Autor zeigt in seinem Roman auf, daß dies nur die Zuspitzung einer jahrtausendelangen kulturellen Entwicklung ist, die er - ohne jede falsche Tabus - nicht scheut als Irrweg zu enttarnen.

Zu Beginn der Geschichte befindet sich ein Fremder auf der Flucht vor den kriminellen Banden einer korrupten Weltregierung. Er flüchtet sich in ein leerstehendes Fabrikgebäude, das Sinnbild für die zu Ende gehende Epoche der Industrialisierung ist; dort stößt er auf einen älteren Wissenden, der im Untergrund des Gebäudes in einem saalähnlichen Raum wohnt und dort eine museale Sammlung der Menschheitsgeschichte angehäuft hat. Von ihm erfährt er die im Zeitalter des Weltenringes verdrängte Geschichte der Menschheit, in deren Verlauf der Mensch vom Hüter der Erde zu ihrem bindungslosen Ausbeuter degradierte. In den Augen des Fremden, die lichtgrün sind, erkennt der Wissende dessen innere Verwandtschaft zu der seelischen Landschaft einer grünen Aue. Er scheint also fähig zu sein, das letzte grüne Land auf unserem Globus zu finden. Damit einher geht die Hoffnung, daß durch das Entdecken einer unverfälschten, fruchtbaren Aue - die in alteuropäischen Mythen der Hort des Lebens an sich ist - und durch das Beschreiten ihres Urgrundes der Mensch sein eigentliches, verlorenes Selbst wiederfindet.

Der Fremde macht sich auf die Suche nach diesem grünen Land. Er irrt zunächst durch eine futuristische Stadt, in der sich die meisten Passanten freiwillig über Computerapparaturen, die mit ihren Köpfen verbunden sind, falsche Realitäten vorspielen lassen. Er trifft dort auf eine versteckt in einem verfallenden Haus lebende Gruppe, die ihn nach einer im Unterirdischen der Großstadt verborgen gelegenen Grotte ausschickt, wo eine faszinierende Frau lebt, die Zwillingsschwester Annabel. Sie erzählt ihm von der Legende des Grünen Weges. Sie sagt, der Mensch hätte als Drittes die Möglichkeit diesen zu gehen; und der Fremde, der mittlerweile zum Suchenden geworden ist, erfährt, daß in der fernen Vergangenheit manche Menschen diesen Dritten Weg auch gegangen sind. Letztlich müsse er ihn nur in sich tragen, um ihn in der Welt zu finden und zur Grünen Aue zu gelangen. Nun beginnt seine Odyssee rund um den Erdball. Er gelangt in die mongolische Steppe zu einem Nomadenvolk, zum versickernden Aralsee, dessen Wassermassen vom gigantischen Weltenring zur Kühlung verwendet werden; überall bleibt er auf seiner Suche ein Verfolgter.

Die Erzählpassagen sind durchweg beeindruckend. Sie sind eindringlich visuell geschrieben und dabei voller sprachlicher Poetik. Der Roman entfaltet auf höchstem literarischen Niveau einen Ideenreichtum, der seinesgleichen sucht. Mir ist kein deutschsprachiger Autor der Gegenwartsliteratur bekannt, der eine anspruchsvollere, vielschichtigere und zugleich spannendere Phantastik bietet als Gronau. Jeder der in der von banalen Fantasybüchern nur so überschwemmten Phantastikszene auf der Suche nach literarischen Perlen ist, kommt an diesem einzigartigen Autor nicht vorbei. Seine Geschichten sind zugleich poetisch, philosophisch und phantastisch. Die Bücher, die eine wahre Bereicherung für die schöngeistige Literatur darstellen, sind leider noch ein wahrer Geheimtip und werden in absoluter künstlerischer Freiheit über die Verlagshomepage www.BibliothekNemeton.de vertrieben... Nicht oft gibt es eine solche Genialität zu entdecken! mk


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FREYGEIST-Kultur-Magazin (2015):

Das WerkDie Weiße Göttin Huldr“ von Alexander A. Gronau ist nichts weniger als eine Sensation!"

Alexander A. Gronau macht in seinem Sachbuch deutlich, daß in unserem eigenen Kulturraum, der vor über eintausend Jahren römisch-katholisch zwangschristianisiert wurde, eine Göttin hoch verehrt wurde, die viele nur noch als verzeichnete Märchengestalt Frau Holle kennen. Gronaus Entdeckung, daß unsere germanischen Vorfahren in ihrer Gestalt das Weibliche Prinzip religiös feierten, wischt das dogmatische Kirchenkonstrukt von einem rein männlichen Gottesbild befreiend beiseite, das ohnehin eine Erfindung von Männer-Kasten ist. Gronau bringt uns Mitteleuropäern also nichts weniger als unsere eigene Göttin zurück, deren Priesterinnnen bestialisch vom massenmordenden Klerus als dämonisierte Hexen gemordet wurden! Ein Genozid (teilweise wurden in deutschen Städten annähernd alle Frauen verbrannt!) der unfaßbarer Weise nicht zum Verbot der Kirchen führte, die bis heute Moralapostel spielen dürfen. Der Autor offenbart die Germanen als unpatriarchales Volk, das basisdemokratisch lebte, und er stellt anhand schockierender Zitate aus Kirchenkreisen (Martin Luther) klar, daß der Judenhaß eine Erfindung christlicher Theologie ist.

In diesem neuen Buch des literarisch bedeutsamsten phantastischen Visiönärs der deutschen Gegenwartsliteratur, Alexander A. Gronau, der bereits mit seiner faszinierenden Nacherzählung des keltischen Epos’ „Der erste Zweig des Mabinogi“ den langvermißten Höhepunkt mystischer Literatur kreiert hat, werden Leserinnen und Leser in Welten gelangen, von denen sie als Mythenliebhaber zwar immer geträumt, die sie aber in dieser Fülle und Tiefe bisher niemals gefunden haben. Dieses Buch offenbart die hochpoetische Weltvorstellung unserer eigenen vergessenen Vorfahren und wir erkennen uns dadurch neu, oder vielleicht erstmals wirklich. Wer Sagen und Legenden liebt, der wird hier, wie auch schon im "Der erste Zweig des Mabinogi" (siehe z.B. Blodes Phantastik-News Kritik) von Alexander A. Gronau, den reichsten literarischen Schatz für sich bergen können!

Die Weiße Göttin Huldr“ bietet eine einzigartige Sammlung von Nacherzählungen aller überlieferter Sagen, die uns in Verbindung bringen mit jener faszinierenden Weißen Göttin der Germanen; Gronau versäumt auch nicht, darauf hinzuweisen, daß das Phänomen der Weißen Göttin ein weltweites ist; so verehrten die Azteken eineWeiße Göttin, ebenso die Dakota-Indianer. Der Klerus hat durch seine religions-faschistoide Zwangsmissionierungen der Kolonialzeit zugunsten des grausamen Bibelgottes der Kirchen diesen universalen Glauben auszurotten getrachtet. Diese Weiße Göttin, die die Personifizierung der Erde war (und ist) suchte die christliche Männer-Kastenreligion auf ihren Scheiterhaufen auszulöschen. Und so zerstört die Menschheit die Erde und betet einen außerirdischen Gott mit langem Bart an und hat kein Gefühl mehr dafür, daß alles Leben aus einem weiblichen Schoß kommt, wie Gronau darlegt.

In unserem Kulturkreis wurde jene Weiße Göttin als Huldr, und unter vielen weiteren Namen seit altersher, verehrt. So kennt man sie z.B. als Frau Holle, als Hulda oder Hel, Freyja oder Perchta. In ganz Europa nördlich der Alpen sind Spuren der Verehrung der Weißen Göttin zu finden. Jahrhundertelang bekämpften die Kirchen den Glauben an die huldvolle Göttin und ebenso die Verehrung anderer freier Götter der Kelten, Slawen und Germanen äußerst brutal, wie Gronau fundiert aufzuführen versteht. Die Huldr wurde von unseren Vorfahren als die Personifizierung der heiligen Erde angesehen, die in der Vereinigung mit ihrem Geliebten, dem Sonnengott, alles Leben schenkt.

In unseren Zeiten ist sie weitgehend vom Klerus vergessengemacht und erscheint zugleich unentwegt in verquerten Zusammenhängen, denn im kollektiven Gedächtnis ist die Erinnerung verschüttet und die Erkenntnis ihrer Bedeutung vom Klerus verboten. An dieser Stelle sei unbedingt auf das so benannte „Weiterführende Essay“ im Werk von Alexander A. Gronau hingewiesen. Es entdeckt eine völlig neue poetische Sichtweise auf die germanische Göttin und ebenso auf die Germanen als Volk. Huldrs lichtes unterirdisches Reich der Seelen ist ein Reich der Wiedergeburt. Die Kirche verstand es, wie Gronau einmal mehr aufdeckt, den Menschen das Grauen vor diesem positiven Ort der Transformation einzuflössen, indem sie es zum Totenreich und in Folge davon zur Hölle erklärte. Diese negative Betrachtung des immerfort natürlichen Prozeßes des Werdens und Vergehens war unseren Vorfahren gänzlich fremd, macht jener doch unseren Planeten zum Hort des Lebens, was die Göttin darstellt.

Alexander A. Gronau beschreibt in seinem fundierten Buch nicht weniger als die Historie unserer eigenen, vom Klerus verdrängten indigenen Göttin, die durch dieses Werk ihre Strahlkraft wiedererlangt, die sie ursprünglich über die Menschen und die Welt gebracht hat. Der Autor erweckt in einfühlsamer und daher achtsamer Weise die Göttin im Leser und der Leserin wieder zum Leben, welche - wie erwähnt - die Erde selbst ist, die Erde, auf der wir uns bewegen, aus der wir stammen, in die wir wieder gehen, deren Inneres sie bewohnt.

Die von Gronau zusammengetragenen und grandios nacherzählten Geschichten lassen in einem die Sehnsucht nach jener Zeit aufgehen, in der das Wesenhafte in jedem Baum, jedem Fluß und Stein für die Menschen wahrnehmbar und tröstlich gewesen ist. Gronau zeigt somit zugleich das verwaiste Verhältnis des heutigen Menschen zur Natur auf, und dem Skalden Gronau gelingt es wieder einmal, die alten Mythen als ultimative Wahrheit, gerade auch für unserer Zeit, zu entdecken. Er beschreibt in ergreifender Manier das Bündnis, welches die Menschen bewußt mit der huldreichen Göttin eingingen und welches der heutige Mensch wieder begreifen muß, damit unsere zunehmend vergiftete Erde fruchtbar bleibt.

Tolkien benutzte mit Galadriel das Bild der Weißen Frau ohne deren tiefere Bedeutung in der germanischen Naturreligion als Göttin des Lebens zu benennen. Lewis übernimmt in seinen Narnia-Büchern die christliche Dämonisierung und Verhetzung der huldvollen Weißen Göttin als böse Hexe, was verantwortungslos ist, werden doch heute noch im islamischen Raum insbesondere Frauen zu Tode gesteinigt, und es ist eine nachträglich wiederholte Verachtung aller weiser Frauen, die verbrannt wurden. Bei Tolkien bleibt die Göttin als Galadriel eine positive Erscheinung. Gronau zeigt uns erstmals ihren wahren Charakter als Weiße Göttin in ihrer ganzen Schönheit und Pracht auf.

Hierzu sei jene Geschichte empfohlen, die Gronau mit „Der Berg der hörbaren Seele“ benannt hat. Innerhalb dieser Erzählung bekommt der Leser eine ergreifende Ahnung davon, was dieses Bündnis zwischen der Menschen-und Götterwelt wahrhaftig bedeutet hat. Die Mystik dringt dem Leser in heftiger Manier unter die Haut – die Sehnsucht nach dem Zauber und die Wehmut über das Verlorene berühren zutiefst. Zusätzlich klärt der Autor in seinen engagierten Essays über die Dämonisierungen der einzelnen Sagen durch die Hand der Kirche auf, entfernt die christlichen, sinnesfeindlichen Verbrämungen im überlieferten Volksgut, um das Verdrängte, das Ursprüngliche sichtbar zu machen. Eine weitere der zahlreichen Geschichten des Buches geht auf eine Überlieferung aus dem märkischen Heideland zurück und handelt von einem Bauernpaar, dem das einzige Kind gestorben ist. In einer stürmischen Nacht (während der Stürme in den Rauhnächten reitet die Huldr übers Land, um die Erde für das kommende Jahr fruchtbar zu machen) gelangt ein augenscheinlich verwaister Hund in das Bauernhaus, um den sich die Bauers-Leute sofort liebevoll bekümmern und der im folgenden Jahr bei ihnen verweilt. Als der Winter erneut übers Land kommt, erscheint eine machtvoll schöne, weißgewandete Frau in der Stube, die dem ängstlichen Bauern mit eindrucksvollem Ton in der Stimme verkündet, daß sie ihren Hund, der ihr verlustig ging, nun zurückholen wolle. Sie bedankt sich für die Fürsorge des Ehepaars, die diese dem Hund liebevoll angedeihen ließ und hinterläßt den Bauern entsprechend Wohlstand als Dank! Die Weiße Göttin Huldr half stets jenen Menschen, die edel gesonnen waren und darum menschlich handelten. Sie kennt keine unterschiedlich wertigen Stände, die erst das christliche Feudalwesen verbrochen hat.

Die Beschreibung dieses wundervollen Werkes runde ich mit seiner letzten Erzählung ab. Sie trägt den Titel „Die Weiße Göttin“ und ist von Alexander A. Gronau nach historischen Überlieferungen ersonnen, in welcher dieser Ausnahmeschriftsteller besonders glänzt. Mit der ihm entsprechenden bildgewaltigen Art und des ihm eigenen schöpferischen Feuers berührt hier Gronau seine Leserschaft aufs Neue zutiefst: Die Geschichte eines Dorfes bei Oberdorla dessen Einwohner sich dem Dorfpfarrer nicht fügen wollen, sondern weiterhin, wie seit ewiger Zeit, die Huldr sowie weitere freie Götter preisen und somit in ihren naturreligiösen Riten leben wollen, zieht den Leser von der ersten Zeile an in ihren Bann. Der Pfaffe statuiert, wie damals gängige Praxis, ein grausames „Exempel“ unter den Dorfbewohnern, soviel sei an dieser Stelle verraten, indes läßt die Erzählung den aufgewühlten Leser zugleich mit Hoffnung und mit dem Geschmack eines größtmöglichen Verlustes auf der Zunge zurück. (Welch großartiger Film ließe sich allein schon aus dieser einen Geschichte inszenieren!)

Aus Gronaus Buch geht klar hervor, daß die Kirche mit ihrem Aufschwung zur absoluten Macht, den sie mit Hilfe von Zwangs-Christianisierung in unerdenklich grausamer Weise betrieb, seit jeher versuchte, alle Spuren der Weißen Göttin und aller anderen heidnischen Götter zu verwischen, und die Menschen, die sich weiterhin zu ihrem naturreligiösen Glauben bekannten, ohne Gnade verfolgt und ermordet hat. Alexander A. Gronau gelingt in seinem Band „Die Weiße Göttin Huldr“ sowohl im sachlichen wie im poetischen Bereich eine meisterhafte Darstellung jener indigenen Kultur unserer Region. So schuf er mit diesem fulminanten Buch, das einmal mehr bibliophil mit zweiseitiger Bildtafel, rotgoldenem Kopfschnitt, Autoren-Signatur und im Großformat gestaltet ist, sowie elf mythische, teilweise farbige Abbildungen enthält, einen weiteren Meilenstein, den er in seinem Vorwort allen Verfolgten und Gemordeten der Kirche widmet. Sein Buch über die Weiße Göttin Huldr ist überfällig für unseren Kulturraum, der ein germanischer ist und in dem kein Begriff verbotener ist als das Wort Germanen, obgleich unsere Vorfahren Frauen verehrten und anti-kapitalistisch sowie basisdemokratisch lebten. Auch diese Bezüge weiß der Autor beeindruckend herauszuarbeiten. Und auch wie bedenklich die monotheistischen Weltreligion bereits allein darin sind, daß sie die einzigen göttinnenlosen und Frauen zu Sündenwesen degradierenden Religionen der Menschheit sind. Auch insofern ist eine Wiederentdeckung der eigenen germanischen Religion wegweisend. Gronau zeigt auf, daß das basis-demokratische Heidentum, welches das Weibliche als göttliches Prinzip hoch verehrt, humaner ist als die religionsfaschistoid ausgerichteten mosaischen Religionen, welche die Religionskriege erfanden. Die versklavte, fremdgelebte Rolle der Frau im Islam ist alarmierend genug. Wie befreiend schillernd ist dagegen die Gestalt der huldvollen germanischen Göttin Huldr, auf die, das sei noch angedeutet, das Weihnachtsfest zurückgeht, da sie aus ihrem Schoß den Sonnengott gebiert, was ein Abbild der kosmischen Realität zur Wintersonnenwende ist. Die Göttinnen-Verehrung unserer natur-religiösenVorfahren führt jede Frau zum Begreifen ihrer eigenen Heiligkeit, die ihr von Christentum, Islam und Judentum abgesprochen wird.

Alexander A. Gronau ist ein großartiger Schriftsteller, dessen Gesamtwerk etwas epochal Neues schafft wie einst ein E.T.A. Hoffmann oder ein Franz Kafka. Vor Genialität sprühen auch seine Utopien wie der Roman "Der Weltenring oder die Suche nach dem grünen Land". An diesem Autor und Dichter kommt niemand vorbei, der im Einheitsbrei heutiger banaler Publikationen nach edelster Lektüre dürstet. Denn Gronau ist ein Genie unserer Zeit! Er wagt es aus dem römisch-christlichen Kontext herauszutreten, und wenn man seine Bücher liest, dann merkt man, wie enorm impulsgebend dies für unsere erstarrte Zivilisation ist.

Das 350 Seiten starke Buch "Die Weiße Göttin Huldr“ ist als bibliophile Kostbarkeit mit rot-goldenem Kopfschnitt, 16 teilweise farbigen Abbildungen, einer zweiseitigen Bildtafel und einer Signatur des Autors reich ausgestattet. Dem Rezensenten ist nicht bekannt, wo man eine solch künstlerisch hochwertige Buchkunst heute noch erhält.

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Alternative Art: Alexander A. Gronau, der Torhüter epischer Welten

Die Visionäre Literatur von Alexander A. Gronau im Autorenverlag Bibliothek Nemeton

Alexander A. Gronau gründete 2003 seinen Verlag Bibliothek Nemeton, um Raum für eine neue, von ihm begründete Literaturgattung zu schaffen: die Visionäre Literatur. In seinem Schreiben geht es ihm um die poetische Macht des Imaginären, aus ihr entfaltet Gronau seine Geschichten, die eine innere, verborgene Sicht auf die Wirklichkeit aufscheinen lassen. Er entwickelt dabei in seinem Werk aussagestarke Szenerien für den inneren Zustand unserer Welt und entwirft kühne Utopien. Mit seinem Schreiben will er eine Vision von Wirklichkeit sichtbar machen, die uns den Ort hinter dem Raum aufzeigt.

In einer Zeit der anspruchslosen Bestseller brechen seine Geschichten mit dem bürgerlichen Weltbild. Er meint es in unserer Gegenwart der Beliebigkeit mit seinen poetischen wie mythischen Inhalten ernst. Von alteuropäischen Mythen - beispielsweise der Kelten - inspiriert, ist Gronau ein aufgeklärter Kritiker unserer abendländischen, christlich-römisch geprägten Zivilisation, die in immer heftigere Krisen taumelt, die sie - laut Gronau - aus sich selbst heraus nicht überwinden kann, da sie aus ihren eigenen verdrängten und damit unreflektiert blinden Bereichen erwachsen. Als eine Art Barde der Neuzeit hält er mit einem poetischen Weltbild dagegen. Schließlich waren die ersten Poeten nach seinen Worten die Schamanen, deren Gesänge in der Gemeinschaft als Heilgesänge wirkten. Bedeutend ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, daß Gronau mit den Dakota mehrmals ein noch heute schamanistisch denkendes Volk im Herzen der USA besuchte und inzwischen von einer indianischen Familie adoptiert wurde. Die Älteren des Stammes ehrten ihn für sein schriftstellerisches und geistiges Wirken, indem sie ihm vier Adlerfeder verliehen.

Prägnant beschreibt Alexander A. Gronau sein Kredo als Schriftsteller mit den wenigen Worten: »Geschichten schreiben heißt für mich, innere Schichten des Menschen und der Welt freizulegen«. In seinem Tagebuchroman ”Der letzte Dichter in der Stadt ergrauter Schattierung” sucht ein Dichter in einer unfernen Zukunft allein über die Imaginationskraft einen Ausweg aus einer gigantischen Stadt, die kontinentale Größe angenommen hat und ihre Einwohner vollständig gegen die als feindlich wahrgenommene Natur abschottet. “Natur- und Außenweltverlust ist auch Innenweltverlust.” philosophiert Gronau, dessen Nachname übrigens »grüne Aue« bedeutet. Und diese grüne Aue wird in seinem utopischen Zukunfts-Roman “Der Weltenring oder Die Suche nach dem grünen Land”, der unter anderem Literaturtip im auflagenstarken Magazin Book View war, zu einer mythologisch aufgeladenen Landschaft.

Um vom gängigen Literaturbetrieb, der von wenigen Medienkonzernen dominiert wird und nicht von ungefähr beinah nur harmlose Kost auf den Markt wirft, unabhängig agieren zu können, konzipierte Gronau mit seinem Verlag Bibliothek Nemeton ein vollständig unabhängiges Verlagskonzept. Sein Verlag ist im besten Sinne des Wortes Untergrund. Der Autor gestaltet seine Bücher nicht nur selbst, vom Cover bis zur verwendeten Schriftart, er stellt sie mittels einer Manufaktur auch selbst her.

Seinem ganz eigenen Selbstverständnis, daß ein Autor der Torhüter seiner eigenen geistigen Welten ist, trägt er Rechnung, indem er seine Bücher in Eigenregie vermarktet und nicht für eine Veröffentlichung bei einem größeren Verlag all seine Rechte abtritt, wie dies üblicherweise gefordert wird. “Die Ebene, aus der heraus meine Geschichten entstehen, ist nicht zu veräußern.” sagt Gronau und baute für sich zielsicher im labyrinthischen Haus der Literatur ein neues Tor ein, durch das der mündige Leser nun erkundend schreiten kann. Er wird Geschichten mit phantastischen, poetischen und philosophischen Elementen finden, die nicht der Weltflucht und dem einfachen Konsumieren dienen. Sie führen den Leser auf poetische Art in die inneren Zustände von Mensch und Welt. Seine Bücher bedeuten im besten Sinne Lese-Abenteuer, da sie dem Leser ein wenig Mut abverlangen. Denn Alexander A. Gronau schlägt in unserer Zeit der medialen Tiefenvermeidung in seinen imposant epischen Geschichten, die eine besondere atmosphärische Dichte und imaginative Kraft auszeichnet, verdrängte Themen an. Mit einer berauschend poetischen Sprache gestaltet er seine Erzählpassagen überaus lebendig. Den Traum und den Mythos verankert er dabei im inneren Raum von uns allen. Aber auch in dem der Welt, die in seiner Literatur ein eigenes, kosmisches Inneres hat. Er bricht damit den Realitätsbegriff unserer Zeit auf visionäre Art auf und schafft mit seinem Werk etwas archetypisch Neues, das jeder, dem es nach großartigen Stoffen verlangt, die kühn durch verschiedene Zeitalter wandern, für sich entdecken sollte. Gronau schreibt Geschichten wie sie unsere Welt braucht, ja dringend nötig hat. -Alternative Art, September 2009


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Entführung ins Reich der Phantastik

Die Phantastischen Turmlesungen des Alexander A. Gronau

RCN Magazin, Februar 2010: Jeden Montagabend um 20 Uhr öffnen sich die Tore des mittelalterlichen Bürgermeister-Turmes, um uns ins Reich der Phantastik zu entführen. Der Schriftsteller Alexander A. Gronau, der laut Fachpresse die anspruchsvollste Phantastik der deutschen Gegenwartsliteratur verfaßt und als künstlerisch kompromißloser Held der Untergrundszene gilt, fordert dann die Phantasie seiner Zuhörer heraus. Im spektakulären Ambiente des Mittelalter-Turmes entführt er bei flammendem Kerzenschein mit Geschichten in faszinierende Vorstellungswelten. Sein Spektrum reicht von unheimlichen Stoffen und alteuropäischen Mythen bis hin zu Utopien und der Darbietung eigener Werke, die er in seinem Autorenverlag Bibliothek Nemeton unter dem selbst begründeten Genrebegriff "Visionäre Literatur" herausgibt.

Seine mit Stimmkunst fesselnd dargebrachten Lesungen unterlegt er mit atmosphärischen Geräuschen und Hintergrundmusiken, die einen akustischen Raum für die jeweilige Geschichte schaffen. Dadurch entsteht eine Dichte, die - zumal im getäfelten, achteckigen Turmzimmer -, die Imagination der Zuhörer befeuert. Mit Sicherheit ist diese Art phantastische Geschichten zum Leben zu erwecken ein intensives Erlebnis und eine kühne Einladung, die eigene Phantasie, über bekannte Grenzen hinweg, abheben zu lassen.




Nürnberger Nachrichten, 5. September 2009: In den Bürgermeisterturm in der Neutormauer 11 zieht neues Leben ein... Es öffnen sich neuerdings montags die Tore. Gastgeber ist der Nürnberger Schriftsteller Alexander A. Gronau, der jeweils ab 20 Uhr seine Zuhörer mit «Phantastischen Lesungen» in utopische Welten entführt. Gronau, selbst ein anerkannter Phantastik-Autor – sein visionärer Roman «Der Weltenring oder Die Suche nach dem grünen Land» erhielt in einschlägigen Fachmagazinen höchstes Lob – stellt Poetisches und Phantastisches aus der Weltliteratur vor. Dabei geht es von den Mythen alter Völker über die Romantik bis hin zum Surrealismus und magischen Realismus. Natürlich stehen auch Kostproben aus Gronaus eigenen Werken auf dem Programm.

Mit seinem Autorenverlag Bibliothek Nemeton hat sich der Schriftsteller inzwischen auch als Verleger einen Namen gemacht. Denn «Visionäre Literatur», so Gronaus Credo, tut gerade in Krisenzeiten not, um unser Weltbild zu erweitern.

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Doppelpunkt - Magazin für Kultur (Ausgabe Juli/August 2010):

Unglaublich aber wahr: Aus Nürnberg stammt ein echter Visionär!

Unglaublich, aber wahr: Aus Nürnberg stammt ein echter Visionär! Ein ganz einzigartiger Autor, Jahrgang 1969, der in seinem Autorenportrait Nürnberg als seine Heimatstadt beschreibt, „die auf mich einen subtilen Einfluß nahm". Einzigartig dahingehend, dass meines Wissens sich noch nie eine derartige Persönlichkeit wie Alexander A. Gronau der visionären Literatur so verschrieben hat.

Im Eigenverlag werden nicht nur handgefertigte Bücher im Großformat feilgeboten. Wer unter www.BibliothekNemeton.de stöbert, bekommt die ganze Herrlichkeit dieses außergewöhnlichen Verlags dargelegt. Hier wird Literaturentstehung als ganzheitliches Prinzip verstanden. Der Leser kann sich über E-mail beim Autor registrieren lassen und bekommt neu entstandene Kapitel aktuell zugeschickt. Dies ermöglicht ihm direkt am Literaturentstehen teilzuhaben. Das ungewöhnliche selbstbestimmte Verlagskonzept gibt es in dieser Form nicht noch ein Mal in Deutschland.

In „Der Weltenring oder Die Suche nach dem grünen Land" bereist die Hauptperson die Welt, entlang am Weltenring. Dieser steht für die zerstörenden Kräfte in Form von blindem Technisierungswahn. Auf der Suche nach der grünen Aue, die als Motiv der seelischen Landschaft und letztendlichem Erlösung fungiert, wird die Entfremdung des Menschen von der Natürlichkeit seines Daseins deutlich.

Die Reise des Suchenden führt ihn in die mongolische Steppe, an den Aralsee und nach Estland. In den Begegnungen mit den dort ansässigen Naturvölkern vermischen sich Innen und Außenwelten. In phantasievollen Erzählpassagen beweist der Autor seine visionäre Sprachgewalt. Gronau möchte aber auch erreichen, dass der Leser unbedingt vielem selbst nachspürt. In seiner eigenen Mischung aus Poetik, phantastischer Literatur, Mythen und Zeitkritik findet der Autor bestimmt viele Fans abseits des Mainstreams. -Chriso


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Nürnberger Zeitung am 9. November 2006: "Der Weltenring oder Die Suche nach dem grünen Land"

"Auf der Suche nach Utopia". Es ist ein Buch entstanden, das buchstäblich aufs Ganze geht

Von einem tiefen Leiden an unserer entzauberten und technisierten Welt hat sich schon so manche Kunst genährt. Zahlreiche Gegenwelten bieten sich an... In Alexander A. Gronaus neuem Roman „Der Weltenring oder Die Suche nach dem grünen Land sucht ein „Fremder“ nach einer heilen, grünen Aue, die dem zersplitterten, entfremdeten Ich Einheit mit sich und der wahren Wirklichkeit verheißt. Auf seiner weiten Reise begegnet die Hauptperson - kaum verhüllt ein Alter Ego des Nürnberger Autors - archetypischen ... Figuren, die ihn freundlich leiten. Immer wieder muß er sich aber dem Einfluß eines künstlichen „Weltenrings“ entziehen, der mit unheilvoller Energie mehr und mehr Landstriche und Völker blindem Technisierungswahn unterwirft.
Es ist ein Buch entstanden, das buchstäblich aufs Ganze geht - und dem Helden, so viel sei verraten, schließlich stellvertretend für alle Leser eine Stunde der wahren Empfindung gönnt. Dass der Autor Bilder und Geschehnisse imaginiert, in denen sich heutige Außen- und Innenwelten in einer dritten „eigentlichen“ Wirklichkeit zu spiegeln scheinen, macht seine Stärke aus und rechtfertigt durchaus den erfundenen Gattungsbegriff „Visionäre Literatur“... Er hat seine Erzählung mit Bildungs- und Gedankengut gleichsam hochgerüstet... Andererseits bemüht der kommentarfreudige Autor keltische Mythen und Schamanentum ebenso wie Giordano Brunno, Spinoza oder Heidegger, um seine kultur- und zivilisationskritischen Absichten zu grundieren... „Poetischen Denkstoff für unsere Zeit“, wie er in der Einleitung schreibt, liefert Gronau ... unbedingt. gf
Alexander A. Gronau
Foto: Eberhard Gronau

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Phantastik-News am 17. September 2006 "Der Weltenring oder Die Suche nach dem grünen Land"

Ungewöhnliches Drama, das viele Ideen auf interessante Weise verknüpft.

Der Mensch entfremdet sich selbst. Er dient der Technik und nicht die Technik ihm. Das ist keine evolutionäre Entwicklung, sie wird durch machtbesessene Politiker und Wissenschaftler gesteuert. Diese Technisierung der Welt setzt der Nürnberger Autor Alexander A. Gronau mit „Der Weltenring oder Die Suche nach dem grünen Land“ in Szene. Er schildert die Reise eines Fremden (ein Alter Ego des Autoren), der nach seinem Selbst und dem letzten unberührten Paradies sucht. Verfolgt wird dabei der Fremde von der Weltpolizei, die das totalitäre System des Hegemons durchsetzen.
Machtinstrument der neuen Ordnung ist der so genannte Weltenring. Dieser globale „Synchrotring“ lenkt die Naturkräfte der Erde um, macht sie nutzbar für wirtschaftliche und militärische Zwecke. Aus den gewonnenen Energien speist sich das die Erdoberfläche überziehende Strom- und Maschinengestell. Die Menschen leben im Schatten dieses Gestells, lassen sich falsche Realitäten vorspielen und vermeiden die letzten hellen Orte und jedwede Selbsterkenntnis.


Die Poesie und Sprache verschwindet in einem neuen Code. Die Verständigung der Zukunft erfolgt über Nullen und Einsen. Mehrdeutigkeiten soll es nach den Ansichten amerikanischer und europäischer Fundamentalisten nicht mehr geben. Der Mensch wird aber nicht zur Maschine, noch schlimmer: er wird nur als austauschbares Teil des Systems begriffen. In einem stillgelegten Fabrikgebäude wird dem Fremden ein Weg aus der Weltentfremdung geboten. Ein unbekannter Forscher teilt ihm mit, dass er die Grüne Aue, eine seelische Landschaft, finden muss. So wird aus dem Fremden ein Suchender.

Alexander A. Gronau verbindet in seiner Geschichte den Mythos mit der Kosmologie und neuesten politischen Auseinandersetzungen. Er zeigt sich offen gegenüber der Biologie, der Systemtheorie oder der Resonanztheorie. Hierbei verfremdet er oder setzt direkt an die Tagespolitik an... Es finden sich Zitate auf die neuesten Überwachungsprogramme, die Zerstörung des Weltkulturerbes, Atombombenversuche in Los Alamos oder auf die Verseuchung der Indianerreservate. Dem setzt er alteuropäische Legenden mit ihren naturverbundenen Wertvorstellungen entgegen. Das Symbol des Rings wurde inspiriert durch die germanische Mythologie bzw. der Nibelungensaga, in der die geschlossene Form zum Träger des Seelischen wie Stofflichen wird und beides bindet. Gronau propagiert aber kein Zurück zur Natur. Er plädiert vielmehr gegen das Vergessen und für das Nachdenken über die Folgen des eigenen Handelns. Technik kann nicht die Natur ersetzen und Herrschaft darf nur für begrenzte Zeit ausgeübt werden. Nachteilig wirkt sich aus, dass das innovative Sprachexperiment teilweise kompliziert wirkt... Dennoch ermöglicht erst die Odyssee die Vereinigung der äußeren und inneren Welt des Suchenden. So nimmt Gronau die Leser mit auf die Reise durch eine beängstigende Welt, die aber auch noch Hoffnung bereithält.

Im Eigenverlag hat Alexander A. Gronau ein ungewöhnliches Drama herausgegeben, das viele Ideen auf interessante Weise verknüpft. Gronau schreibt nicht, um ausschließlich publiziert zu werden. Das Schreiben und die einhergehende Diskussion ermöglichen erst das Verstehen der Welt und des eigenen Selbst. -Ulrich Blode


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Die Nürnberger Zeitung am 17. Mai 2006: "Alexander A. Gronau macht alles selbst: Autor, Verleger, Buchbinder"

Wenn ein Autor im Selbstverlag veröffentlicht, setzt er sich dem Verdacht aus, seine Produktion sei für renommierte Verlage "nicht gut genug", er sei am Ende vielleicht nur ein Möchtegern-Literat. Das hat schon früher nicht immer gestimmt, heute jedoch, in einer Zeit, in der es immer weniger von großen Konzernen unabhängige Literaturverlage gibt und die kommerziellen Regeln des Marktes fast überall doch noch ein bisschen wichtiger scheinen als literarische Qualität, sollte man den unfreundlichen Verdacht sehen als das, was er ist: ein bequemes Vorurteil, das zu überprüfen sich lohnt.

Ganz selbstbestimmt eine Öffentlichkeit schaffen

Denn was ist mit eigenwilligen Einzelgängern, Individualisten, die ihren eigenen literarischen Weg gehen und deren Werke nicht recht ins Raster der neuesten, Umsatz versprechenden Trends passen wollen? Sollen sie auf ihre Entdeckung am Sankt-Nimmer-leins-Tag warten? Sollen sie sich zähneknirschend dem Bedarf der Verlage anpassen? Oder ist es für sie nicht doch besser und befriedigender, alle Möglichkeiten zu nutzen, die es gibt, um sich auf eigene Faust ganz selbstbestimmt Öffentlichkeit zu schaffen?

Der Nürnberger Schriftsteller Alexander A. Gronau (36) hat sich für diesen Weg entschieden. Nachdem der ambitionierte Autor bereits in den 90er Jahren eine erste fantastische Novelle auf konventionellem Weg in einem Verlag untergebracht hatte, gründete er 2003 für seine Veröffentlichungen die "Bibliothek Nemeton" (www.BibliothekNemeton.de) zunächst als reinen Internet-Verlag. Nemeton ist keltisch und meint einen geschützten, natürlichen Raum.
Alexander
A. Gronau
Foto:
Eberhard Gronau

Seither macht Gronau zu Hause in Langwasser Bücher, wie vor Jahrhunderten Schuster ihre Schuhe hergestellt haben: komplett und alleine in eigener Werkstatt. Das allerdings mit modernsten technischen Mitteln, mit Layoutprogrammen, Hochleistungs-Laserdrucker und Schneidemaschinen. "Es fasziniert mich, dass es mit den neuen Medien und Technologien wieder möglich wird, völlig eigenständig und ganzheitlich zu arbeiten", begeistert sich Gronau. "Das war durch die Industrialisierung verloren gegangen."

Der Selfmademan ist nicht nur sein eigener Lektor und Verleger, er druckt und bindet seine Bücher auch selbst, und zwar jeweils einzeln auf Bestellung, im handlichen Großformat. "So habe ich vollkommene Gestaltungsfreiheit", betont er. Nur bei der grafischen Gestaltung greift der Einzelkämpfer teilweise auf die Hilfe befreundeter Nürnberger Künstler zurück.

Das ganzheitliche Produktionsverfahren erlaubt Gronau auch, neuerdings einen ganz besonderen Service anzubieten: Wer ein Buch der Bibliothek Nemeton erworben hat, kann sich per e-mail im PDF-Format neue Szenen oder Kapitelausschnitte aktuell entstehender Werke, aber auch eventuell noch einmal überarbeitete oder erweiterte Kapitel des erworbenen Buches zuschicken lassen.

Als Schriftsteller möchte Alexander Ahblezah Gronau, dessen zweiter Vorname auf eine in den 90er Jahren unternommene Reise zu den Dakota-Indianern zurückgeht, nichts Geringeres, als "poetischen Denkstoff für unsere Zeit" liefern. "Mit meinem Konzept einer visionären Literatur passe ich in keine der Schubladen des Buchbetriebs", hat der von europäischen Mythen und frühen Kulturen faszinierte Autor erkannt. Wirklichkeit ist für ihn nicht einfach das, was wir sehen, sondern etwas viel Komplexeres, das es nur im Plural gibt: "Geschichten schreiben heißt für mich, innere Schichten des Menschen und der Welt freizulegen", sagt er. "Das Visionäre und Poetische ist Teil der Realität."

In dem Tagebuchroman "Der letzte Dichter in der Stadt ergrauter Schattierung" etwa sucht ein Dichter in naher Zukunft über die Imagination einen Ausweg aus einer auf Kontinentgröße angewachsenen Riesenstadt. "Natur- und Außenweltverlust ist auch Innenweltverlust" sagt Gronau, dessen Nachname "grüne Aue" bedeutet, was für ihn bestens mit seinem "naturbezogenen Schreiben" harmoniert. "Das Schreiben war ein spannender Prozess, denn auch ich selbst habe ja den Weg nach draußen gesucht."

Vorbilder in der Literatur sind ihm E.T.A. Hoffmann, der magische Realismus eines Jorge Luis Borges, in der Gegenwart Gert Heidenreich: "Das ist anspruchsvolle Literatur, die spannende Geschichten erzählt und dabei Sinnfragen stellt." Gronau veranstaltet teils musikbegleitete Lesungen im eigenen "Literarischen Salon" und will eine eigene Zeitung "für visionäre Literatur, Kultur und Zeitkritik" herausgeben. Sein nächster Roman »Der Weltenring« erscheint voraussichtlich im Juni. Der Autor wird es erstmals mit ISBN versehen lassen und so für den Buchhandel kompatibel machen. -Gerd Fürstenberger

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Portrait zur Bibliothek Nemeton im Band "Lust auf Bücher. Nürnberg für Leser", hrsg. v. Marion Voigt, Verlag Tom Deuerlein, erschienen im Oktober 2005, 336 S.
mit Abbildungen, ISBN 3-9807486-1-8

Bewusster lesen

Was wollen Sie herausbringen? Visionäre Literatur? Diesen Begriff gibt es im Literaturbetrieb nicht!" So fiel eine der Reaktionen von Verlagen aus, denen Alexander A. Gronau seine Werke zur Veröffentlichung anbot. Weil er es leid war, Absagen zu kassieren, begann er seine Vorstellungen von der Buch- und Literaturproduktion selbst umzusetzen. Er schuf sich einen „Raum für gemeinsam erlebte Literatur und gegenseitige Begegnung“, unabhängig von vordergründig kommerziellen Interessen. Der Verlagsname lässt etwas Ähnliches anklingen, denn das keltische Wort Nemeton bezeichnete laut Gronau einen unberührten, heilen Ort in der Natur, den die Menschen besonders schützten und verehrten.

Alexander Ahblezah Gronau, Jahrgang 1969, ist unter anderem Schlagzeuger, Bogenschütze und Adoptivsohn einer Familie der Sisseton-Wahpeton Dakota-Indianer, denen er den zweiten Vornamen verdankt. Seinen Selbstverlag versteht er als unabhängiges Literaturprojekt, das er künftig auch zu einem Forum für andere Autoren ausbauen möchte. Hier pflegt er seine „moderne, visionäre Literatur“, wobei es ihm vor allem darauf ankommt, dass der Leser bewusst das Gelesene visualisiert und in die Bilderwelt seiner eigenen Seele einsteigt.

Gronaus Bücher sind inspiriert von der Epoche der Romantik, dem Surrealismus, von Mythologie und Metaphysik. Sein Roman "Der letzte Dichter in der Stadt ergrauter Schattierung" handelt von einem Dichter im Jahr 2029, der in einer anonymen Megastadt seine Innenwelt entdeckt. Die jüngste Veröffentlichung trägt den Titel "Die Nehalennia Legende, Der Horizontenring" und thematisiert einen „alteuropäischen Ringmythos von leuchtend-schwerer Mystik“. Im noch kleinen Programm, das im Frühjahr 2006 zehn Titel unfassen wird, finden sich auch der Gedichtband "Gesangesfeuer", die fantastische Novelle "Masken der Macht" und ein märchenhaftes Kinderbuch: "Ferius Feenuß in der Anderswelt".

Als Autor nimmt Gronau für sich in Anspruch, den kreativen Umgang mit der Sprache zu befördern. Normen gelten ihm wenig, er verlässt sich lieber auf den Rhythmus der Wörter und auf Neuschöpfungen wie den „schneestobenzerteilenden Wind". Formenvielfalt ist für ihn gleichbedeutend mit Bedeutungs- und Ausdrucksvielfalt.

Sämtliche Werke der Bibliothek Nemeton werden in der eigenen kleinen Werkstatt per Laserdrucker vervielfältigt, mit einem selbst gestalteten Softcover versehen, geheftet und signiert. Das reinste Samizdat-Unternehmen. Als besonderen Service bietet der gebürtige Nürnberger seinen Kunden an, ihnen aktualisierte Textpassagen, neue Szenen und Kapitel als PDF per E-Mail zuzusenden. So wird der Leser mit Hilfe der neuen Medien zum Zeugen des literarischen Entwicklungsprozesses.

Für die Nähe zwischen Autor beziehungsweise Verleger einerseits und Publikum andererseits sorgen auch regelmäßige Lesungen. Nach dem Vorbild literarischer Salons des 18. Jahrhunderts lädt Gronau etwa zweimal im Monat sonntags in seine Bibliothek ein. Bei schönem Wetter wird die Lesung mitunter in den nahe gelegenen Reichswald verlegt, wo ein wildromantischer Platz den idealen Hintergrund für Sagenstoffe abgibt. Wer sich für die Veranstaltungen im eher privaten Rahmen interessiert, findet auf der Homepage den jeweils aktuellen Termin und kann sich per Mail oder Telefon anmelden, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Jüngstes Projekt des Verlags ist die „Freie Zeitung für Visionäre Literatur, Kultur und Zeitkritik“ Zeitung Nemeton. Sie erschien erstmals im Herbst 2005 mit einem Beitrag über die vergessene Symbolsprache der Nibelungen. Aber auch Lokales und Zeitkritisches findet seinen Platz, Letzteres etwa unter dem Titel „Neoliberale Reformen verändern Gesellschaft“. Geplant sind vier bis sechs Ausgaben pro Jahr. (Dieses Projekt ging in meinen Internet TV-Kanal NEMETON TV über. Anmerkung vom Autor Alexander A. Gronau.)

Zum Ziel hat sich Alexander A. Gronau nichts Geringeres gesetzt als die Schaffung eines sinnstiftenden Weltbildes. Mit seinen Büchern will er insbesondere den unsichtbaren Dingen, den Träumen und dem Geist wieder zu ihrem angestammten Platz verhelfen. mv


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Nürnberger Nachrichten im Juni 2004:

Die Gedankenwelt des Alexander A. Gronau beginnt jenseits gängiger Normen. Der Nürnberger Schriftsteller... ist ein... aufgeklärter Zeitkritiker, dessen Denken tief im Mythologischen wurzelt... Entsprechend vielschichtig ist seine literarische Produktion... Als Rettungsanker im Strom zeitgenössischer Beliebigkeit erscheint ihm eine Archaik, die sich nicht in die Randbezirke von wechselnden Esoterik- oder Fantasy-Moden abdrängen läßt. -Bernd Zachow

Kulturmagazin Doppelpunkt, Januar 2005:

Zu visionären Lesungen eigener Texte lädt der Schriftsteller Alexander A. Gronau ... in seine Bibliothek Nemeton. Er möchte mit seiner Reihe von Schriften und Lesungen philosophischen Denkstoff für unsere Zeit liefern, indem er das gegenwärtige Welt- und Menschenbild hinterfragt und die poetischen Begabungen des Menschen als etwas Visionäres ins Zentrum rückt.


Alexander A. Gronau
Foto: Stefan Hippel



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Nürnberger Nachrichten über die Bibliothek Nemeton in einem Artikel vom 29. Januar 2005 mit der Überschrift:

Wo Überzeugungstäter ihre Nische am Buchmarkt suchen.

Zwischen Ich-Verlag, Edition Knurrhahn und Bibliothek Nemeton: Auch in Nürnberg gibt es etliche engagierte Kleinverlage...
Ein ambitionierter Newcomer ist Alexander Gronau, der seit einandhalb Jahren... den Ein-Mann-Betrieb Bibliothek Nemeton ankurbelt. Der 35-Jährige sucht nach... einem ´sinnhafteren Weltbild`. Sieben Bücher hat er bisher geschrieben. Da Gronau nicht Klinken bei Großverlagen putzen wollte und ihm die Kontrolle bei der Bücherproduktion wichtig ist, entschied er sich für den Gegenentwurf zur großen Verlagspolitik: Mit Laserdrucker und eigener Werkstatt stellt er bestellte Bücher selbst her... Als nächstes Projekt ist eine kleine Literaturzeitung geplant. -Jo Seuß


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Nürnberger Nachrichten am 25. März 2005:

Der kommerzielle Literaturbetrieb ist Gronau...nicht geheuer. Dagegen setzt Gronau...auf schöngeistige Poesie... Bibliothek Nemeton hat er ihn genannt (gemeint ist mein Selbstverlag), wobei das keltische Wort Nemeton für "geschützter Raum" steht: Raum für eigene, innere Bilderwelten und geistig unabhängige Gedanken. So leben auch in Gronaus eigenen Erzählwerken Fantasie und Realität in gegenseitiger Resonanz. Zum Beispiel im Roman "Der letzte Dichter", der in einer fiktiven... Zukunft spielt, in der es keine Pflanzen und Farben mehr gibt. "Ein Dichter muß Fragen stellen dürfen und das sichtbar machen, was nicht stimmt." Zum Beispiel den Bruch zwischen Mensch und Natur.